'Abrüstung' für Schwertransporte erforderlich
Minden -

An der Kreuzung Ringstraße/Königstraße laufen am kommenden Sonntag, 12. Juli, Demontierungsarbeiten zur Vorbereitung auf zahlreiche Schwertransporte, die ab der 31. Kalenderwoche (Ende Juli) die Kreuzung mit tonnenschweren, großen Bauteilen für den Windpark in Hahlen passieren müssen. Drei neue, große Anlagen sollen dort entstehen.
Der Sonntag wurde in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde ausgewählt, weil dann die Verkehrsbelastung am geringsten ist, so die Stadt Minden. Sollten die Arbeiten nicht am 12. Juli beendet sein, werden diese am Sonntag, 19. Juli, fortgesetzt. Für die Demontierungsarbeiten werden Fahrspuren auf der Ringstraße und auch auf der Königstraße eingezogen.
Abgebaut werden Verkehrszeichen, Hinweisschilder und auch die Ampelanlage an der Kreuzung, was zu Ausfällen am 12. Juli führt. Die Lichtsignalanlage wird bis voraussichtlich Anfang September durch eine mobile Anlage ersetzt. Beim Ausfall einer Anlage gelten die vorhandenen Verkehrszeichen. Vorfahrtberechtigt sind die Verkehrsteilnehmer*innen auf der Ringstraße.
Es müssen für den Transport von Stahlbeton-Röhren und von rund 72 Meter langen Rotorblättern in Minden auch Bäume gestutzt werden, um das so genannte Lichtraumprofil herzustellen. Die Schwertransporter fahren nachts und bewegen sich im Stadtgebiet unter kurzzeitiger Vollsperrung mit streckenweiser Schrittgeschwindigkeit. Kreuzungen zu passieren, ist besonders knifflig. Zwölf Schwertransporte sind pro Anlage erforderlich, insgesamt sind dieses 36. Die Anlieferung wird sich über mehrere Nächte und rund drei Wochen strecken.
Es ist nur möglich über die Ortslage Hahlen/Sollingweg ins Windparkgebiet zu gelangen, deshalb müssen auch an der Kreuzung Königstraße/Sollingweg Rückbauten am 12. Juli erfolgen.
Die Lkw fahren in Bad Eilsen von der A 2 ab und erreichen das Mindener Stadtgebiet über das „Kleeblatt“ der Bundesstraßen 65 und 61. Sie passieren auf der B 61 den Kreisel „Birne“ und fahren dann auf der entsprechend vorbereiteten Fahrbahn in Gegenrichtung zur eigentlichen Fahrtrichtung über die derzeit in diese Richtung gesperrte Ringstraße – bis zur Kreuzung Königstraße und weiter zum Sollingweg, wo sich der Windpark befindet.
Die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Minden arbeitet bereits seit mehreren Wochen gemeinsam mit der Polizei, dem Kreis Minden-Lübbecke und den beteiligten Unternehmen daran, den Transport der Windkraftanlagen-Teile vorzubereiten. Die erforderlichen Genehmigungsverfahren sind seit Kurzem Abgeschlossen.
In Hahlen entstehen im Windpark, drei deutlich größere und leistungsstärkere Anlagen mit einer Gesamthöhe von 200 Metern. Die bisherigen sechs kleineren Windkraftanlagen sind bereits vollständig zurückgebaut worden. „Die drei neuen Anlagen kommen zusammen auf eine Leistung von 17,1 Megawatt“, wie der Leiter des Bereiches Stadtplanung, Malte Wittbecker, im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr am 1. Juli berichtete.