Alle Farben der Musik
Lübbecke -

Martin Obermeier, Annalena Hansch, Martina Stork, Heinz-Hermann Grube, Martina Dökel, Karin Bußmann-Dörnhoff, Karl Kühn, Friedemann Wallis, Dr. Barbara Föst, Uwe Grothus, Ina Härtel., Peter Hunke, Michael Hafner
Pressemitteilung der Musikschule „Pro Musica“:
„Nach pandemiebedingten Einschränkungen freue ich mich auf die Open Air-Veranstaltung zum „Tag der Musik“ am 19. Juni 2022, die von 17.00 – 22.00 Uhr eingebunden in die Kulturbühne auf dem Hof hinter dem Bürgerhaus stattfinden wird“, so Musikschulleiter Martin Obermeier. In seinem Bericht erinnerte er an den Versuch, im Mai 2021 einen Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in digitaler Form durchzuführen. Die Teilnehmer mussten hierfür ein selbst erstelltes Video einreichen, das von einer fachkundigen Jury in Düsseldorf bewertet wurde. Diesem ungewohnten Verfahren stellten sich Lena und Jonas Richter mit ihren Instrumenten Trompete und Bariton. Unter Anleitung ihres Lehrers Martin Nagel reichten sie ein anspruchsvolles Programm ein und ernteten als Lohn einen 2. (Lena) und einen 3.Preis (Jonas).
Das Bewerbungsvorspiel um ein Sparkassenstipendium konnte in beiden Jahren in günstigen Zeitfenstern durchgeführt werden. In 2020 erspielte sich Julius Maaß (Klavier) eine Verlängerung seines Stipendiums, sein Bruder Johannes (ebenfalls Klavier) kam neu hinzu. Mit Maria Adrian (Klavier) und Maren Bußmann (Violine) wies die Musikschule somit 4 Stipendiaten auf.
In 2021 überzeugte Julia Smetan (Gesang, Klasse Sabrina Watermann) die Jury ebenso wie Caspar Richter (Klavier, Klasse Erik Salvesen). Mit Johannes Maaß weist die Musikschule somit derzeit 3 Stipendiaten auf.
Lange Zeit musste das Unterrichtsgeschehen ganz oder teilweise ruhen. Das Kollegium nutzte die Auszeit, indem es sich mit verschiedensten Online-Plattformen vertraut machte, um den Musikschulbetrieb ein wenig aufrechterhalten zu können und den Kontakt zum Schülerkreis nicht zu verlieren. Das wurde sehr gedankt und führte zu einer wichtigen Erkenntnis, die durch das Zitat eines Schülers treffend beschrieben ist: „Online macht nicht so viel Spaß“. Präsenzunterricht ist eben durch nichts dauerhaft zu ersetzen!
Mit dem Fach „Querflöte“ kam Mechthild Gorges neu ins Kollegium und den kompletten Elementarbereich übernahm Annika Dintinger. Sie sorgte dafür, dass die Arbeit im Elementarbereich nicht nur fortgesetzt werden konnte, sondern signifikant gesteigert wurde. 5 Musikgarten- und 2 Früherziehungskurse konnten wieder im Bürgerhaus angeboten werden.
Die Früherziehung an verschiedenen Unterrichtsorten konnte mit guter Auslastung in folgenden Kindergärten stabil gehalten bzw. ausgebaut werden: Parität. Kindergarten Rahdener Str. (2), Kindertagesstätte des Kreises Wittekindstr. (2), Ev. Kindergarten Wittekindstr. (2) und der Ev. Kindergarten Lessingstr. Die Arbeit im integrativen Kindergarten „Sonnenschein“ konnte dank der Zusatzausbildung von Annika Dintinger wiederaufgenommen werden.
"Die Grundausbildung (6-8 Jahre) an den Grundschulen haben wir – hoffentlich nur vorübergehend - wegen der schwierigen pandemischen Lage eingestellt."
Stattdessen rückt das Instrumentenkarussell, welches parallel dazu bereits 2018 eingeführt wurde, immer mehr in den Fokus. Es richtet sich an alle Grundschüler und hat eine große Nachfrage ausgelöst. Logistisch ist es schwierig durchzuführen. Doch die aufwendige Organisation hat sich gelohnt. Denn der nachhaltige Effekt einer Weiterführung in den Instrumentalunterricht ist deutlicher spürbar als in der Arbeit an den Grundschulen. Mit diesem Modell scheinen wir also auf dem viel umworbenen Musikmarkt den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Deshalb haben wir dieses Kleingruppenprogramm (bis zu 3 Kinder) weiter ausgebaut. Keine Musikschule im Umkreis führt dieses aufwendige Verfahren durch, weshalb wir unserem in diesem Bereich tätigen Kollegium für seinen Einsatz besonders danken.
Somit sehen Elementar- und Instrumentalbereich insgesamt sehr stabil aus. “Dellen“ gab es allerdings im Bereich der Blasinstrumente. Worauf ist das zurückzuführen? Wahrscheinlich auf die Tatsache, dass bläserische Aktivitäten in der Coronazeit am längsten verboten waren, sei es in der Ausbildung oder in der Blasorchester- bzw. Bigbandarbeit. Hingegen boomten Instrumente wie Klavier und Gitarre, die man in „Heimarbeit“ betreiben kann.
Die Schülerzahl ist natürlich immer ein Indikator für unsere Beliebtheit. Sie ist schwer darstellbar, weil viele Kinder in den oben genannten Einrichtungen unterrichtet werden, ohne in unserem Mitgliederbestand erfasst zu sein. Sie ist in den vergangenen zwei Jahren erwartungsgemäß zurückgegangen, weil wir vor allem in den Kindergärten lange Zeit nicht unterrichten durften und wegen der oben beschriebenen „Dellen“.
Unsere offizielle Statistik wies am 31.12.2020 557 Schüler auf, die von 22 Lehrkräften in 271 Jahreswochenstunden einzeln und in Gruppen unterrichtet wurden, am 31.12.2021 590 Schüler. Hier kommen ca. 100 Teilnehmer hinzu, die nicht von unserem Musikschulprogramm erfasst werden, insgesamt also ca. 690 Schüler in 278 Jahreswochenstunden. Das Verhältnis von Gruppenunterricht zu Einzelunterricht konnte somit dank gestärktem Elementarbereich und Instrumentenkarussell stabil gehalten werden.
Die Nachfrage im Instrumentalbereich gestaltete sich wie vor der Coronazeit: Spitzenreiter 2020 und 2021 ist mit weitem Abstand das Klavier, gefolgt von Gitarre, Violine und Blockflöte.
Fazit: die Jahre 2020 und 2021 waren geprägt von dem Bemühen, bei bedrückenden Rahmenbedingungen Stabilität zu sichern, um den erfolgreich beschrittenen Weg unserer Vereinsarbeit nicht zu gefährden. Erfindungsreichtum und Flexibilität waren gefragt, um auf die sich immer wieder verändernden Bedingungen angemessen reagieren zu können. Das ist uns gelungen, weshalb ich meinem Kollegium ausdrücklich danke.
Zum Abschluss richtete Martin Obermeier einen großen Dank an den Vorstand für seine Hilfsbereitschaft und das Vertrauen in seine Arbeit.
Der erste Vorsitzender Michael Hafner dankte dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit in der sehr schwierigen Zeit. Karl Kühn in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender berichtete über den bevorstehenden Besuch von Musikschülern aus der Partnerstadt Viljandi in Estland: Gefeiert wird 40 Jahre bestehende Partnerschaft zwischen dem Kreis Minden-Lübbecke und der Region Viljandi. Am Dienstag, dem 28. Juni veranstalten die Musikschüler aus beiden Regionen abends um 19.30 Uhr ein gemeinsames Konzert auf dem Schulhof der Stadtschule Lübbecke. Dazu lädt die Musikschule herzlich ein. Die Jubiläumsfeierlichkeiten finden am nächsten Tag ihren Abschluss unter Mitwirkung der jungen Musiker im Mühlenbauhof in Petershagen-Frille.
Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung fanden die Vorstandswahlen statt. Jeweils einstimmig gewählt wurden: Michael Hafner (1. Vorsitzender), Karl Kühn (2. Vorsitzender), Martina Stork (Schatzmeisterin), Dr. Barbara Föst (Schriftführerin), die Beisitzer Karin Kleffmann, Martina Dökel, Jutta Diekmann, Heinz-Hermann Grube, Annalena Hansch, Karin Bußmann-Dörnhoff, Peter Hunke und die Kassenprüferinnen Ina Härtel und Elke Musiol.
Bitte schon jetzt vormerken: 11. September 2022. 16 Uhr „Symphonic Celebration“ Festkonzert „25 Jahre Pro Musica“ in der Stadthalle.