Arbeiten zum Amtshaus-Anbau starten
Stemwede -

Ran an die Spaten! Bürgermeister Kai Abruszat (5.v.r), Ortsheimatpflegerin Karin Klanke (6.v.r) und den Architekten Axel Bely (2.v.r) und Reinhard Schwakenberg (r.) haben zusammen mit Vertretern der Stemweder Ratsfraktionen den ersten Spatenstich gesetzt.
Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat, die ausführenden Architekten Axel Bley und Reinhard Schwakenberg vom Büro Schwakenberg und Bley, die Leverner Ortsheimatpflegerin Karin Klanke sowie Vertreter aller Stemweder Ratsfraktionen haben jetzt gemeinsam den ersten Spatenstich zur Erweiterung des historischen Verwaltungsgebäudes vorgenommen.
Bürgermeister Abruszat ging in seiner Begrüßung auf die Geschichte des historischen Gebäudes sowie die der Gemeinde Stemwede ein.
Die Gemeinde Stemwede wird das Amtshaus an der Buchhofstraße durch einen Neubau vergrößern. Geplant ist, dass die Gemeindeverwaltung den Anbau mit einem modernen, digitalen und funktionalen Bürgerservice 2023 – im Jahr des 50-jährigen Gemeinde-Jubiläums – eröffnet.
Ist alles fertig, besteht das „erweiterte“ Rathaus aus dem historischen Amtshaus an der Buchhofstraße sowie, südlich davon, aus zwei parallel zueinander verschobenen Giebelhäusern. Damit die Bauarbeiten starten können, musste zunächst einmal die alte Doppelgarage am Amtshaus abgerissen werden. „Es freut mich, dass die Arbeiten jetzt umgehend starten“, so Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. „Auch das Land NRW honoriert unsere Bemühungen und ist, wie wir, davon überzeugt, dass unsere Maßnahme eine Vorbildfunktion auf andere Kommunen ähnlicher Größe entfaltet“, so Abruszat. Die Stemweder Amtshaus-Erweiterung wird aus Düsseldorf mit 190.000 Euro unterstützt.
Von den ersten Überlegungen vor fast drei Jahren bis heute hat es nicht unerhebliche Kostensteigerungen gegeben. Gerade im Bausektor sind derzeit die größten Kostensteigerungen der letzten 50 Jahre zu verzeichnen. Die aktuelle Kostenberechnung sieht Baukosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro vor. Inklusive der weiteren Nebenkosten (Einrichtung, Außenanlagen und Nebenkosten) sind damit aktuell rund 3,3 Millionen Euro zu veranschlagen.
Das Projekt ist nicht nur dank der guten Liquidität der Gemeinde auskömmlich finanziert, sondern auch mit einem attraktiven Kredit der KfW-Bank abgesichert und in 10 Jahren abbezahlt, so der Bürgermeister in seiner Ansprache.
Im Anschluss an das offizielle Spatenstich-Foto informierte Architekt Reinhard Schwakenberg über das geplante Bauvorhaben. Ziel sei es vor allem, den Bürgerservice zukünftig noch kundenorientierter und digitaler anbieten zu können. „Unsere Kundinnen und Kunden erwartet im Neubau eine freundliche und offene Empfangsatmosphäre“, freute sich der Bürgermeister über verbesserte Möglichkeiten beim Bürgerservice, aber auch über den dringend benötigten Platz für die Verwaltungsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Seit dem Auszug aus dem gegenüberliegenden, ehemaligen Verwaltungsgebäude arbeiten wir hier sehr beengt. Das ist und war speziell zu den Hochzeiten der Pandemie eine sehr herausfordernde und belastende Situation für die Kolleginnen und Kollegen“, berichtete der Verwaltungschef.
In dem Neubau werden Büro- und Besprechungsräume entstehen. Herzstück ist der neue, offene Bürgerservice im Erdgeschoss, den der Projektleiter des Bürgerservice, Harmut Schmidt, ausführlich erläuterte und auch einen Kerngedanken in den Vordergrund stellte: „der Mitarbeiter kommt zum Bürger und nicht umgekehrt – Service aus einer Hand, dass ist das was wir für die Menschen in Stemwede wollen“. „Wir hoffen, dass sich die Marktsituation für Baurohstoffe entspannt und die Bauarbeiten sowohl zeitlich als auch finanziell im Rahmen bleiben“, so das Architektenteam abschließend.