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Die Urnenreste bleiben verschwunden

Stemwede -

Das Hügelgrab auf dem Schlichten Brink im Stemweder Berg ist nicht nur die vermutlich älteste historische Stätte in der Gemeinde Stemwede, sie bleibt auch weiterhin eine der geheimnisvollsten.

Das Hügelgrab auf dem Schlichten Brink im Stemweder Berg ist nicht nur die vermutlich älteste historische Stätte in der Gemeinde Stemwede, sie bleibt auch weiterhin eine der geheimnisvollsten. Versuche, Überreste einer im Hügelgrab gefundenen Urne ausfindig zu machen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Nichtsdestotrotz arbeitet die Gemeinde Stemwede weiter daran, das Areal rund um das Hügelgrab touristisch aufzuwerten.

1935 soll ein gewisser Professor Langenwiesche aus Bünde das aus der Bronzezeit stammende Hügelgrab untersucht haben und dabei auf Überreste einer Urne gestoßen sein – so steht es auf dem hölzernen Informationsschild im Stemweder Berg. Wer weiter nachforscht erhält den Hinweis, dass dieser historische Fund im Museum in Bünde archiviert wurde. „Gerne hätten wir solch ein frühgeschichtliches Artefakt im Rahmen einer Ausstellung auch in Stemwede präsentiert“, so Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. „Meine Amtskollegin in Bünde, Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger, hat mir jedoch mitgeteilt, dass sich in den Beständen und den Inventarlisten keinerlei Hinweise auf entsprechende Sammlungsobjekte finden lassen. Das Zugangsinventar sei, laut ihrer Informationen, erst ab 1951 handschriftlich und offenbar leider nur unvollständig geführt worden.“

Das Hügelgrab auf dem Schlichten Brink im Stemweder Berg ist nicht nur die vermutlich älteste historische Stätte in der Gemeinde Stemwede, sie bleibt auch weiterhin eine der geheimnisvollsten.

Die Bemühungen um die bronzezeitlichen Artefakte sind jedoch nur ein Aspekt, den die Gemeindeverwaltung im Bezug auf das Hügelgrab im Stemweder Berg verfolgt. „Rat und Verwaltung sind sich der Bedeutung der Grabstätte bewusst“, versichert Bürgermeister Abruszat. Schließlich sei auch dem Antrag der CDU, das Hügelgrab-Areal im Stemweder Berg touristisch aufzuwerten, im vergangenen Herbst mehrheitlich zugestimmt worden. Aktuell stünde man u.a. mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Kontakt, da es sich um ein kulturhistorisches Bodendenkmal handelt, als auch weiterhin mit dem Naturpark Dümmer, der momentan ein neues Wanderwegekonzept erstellt. „Zudem prüfen wir innerhalb der Verwaltung, ob eventuell ein gemeindeeigenes und an das Hügelgrab angrenzendes Grundstück, für Informationszwecke rund um die historische Grabstätte genutzt werden kann“, berichtet der Verwaltungschef.

Nachdem in den letzten Jahren sämtliche Fichten in dem Areal Trockenheit oder Sturm zum Opfer gefallen sind, ist der Grabhügel im Stemweder Berg mehr und mehr zum Vorschein gekommen. Der Zeitpunkt sei ideal, gestalterische Maßnahmen vorzunehmen, bevor dieser Bereich wieder aufgeforstet würde, so die Stemweder CDU in ihrem Antrag aus dem November.

Quelle und Fotos: Gemeinde Stemwede