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Ein Junggeselle freut sich auf die berufliche Zukunft im Holzhandwerk

Espelkamp -

Junggeselle Dennis Koring (links) freut sich zusammen mit Ausbilder und Tischlermeister Frank Diekmann und (Mitte) und Sozialarbeiter Diakon Michael Biesewinkel (rechts) über seine abgeschlossene Ausbildung zum Tischler. Hier stehen alle in der Ausbildungswerkstatt des Büttemeyer Hofs der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof.

Junggeselle Dennis Koring (links) freut sich zusammen mit Ausbilder und Tischlermeister Frank Diekmann und (Mitte) und Sozialarbeiter Diakon Michael Biesewinkel (rechts) über seine abgeschlossene Ausbildung zum Tischler. Hier stehen alle in der Ausbildungswerkstatt des Büttemeyer Hofs der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof.

Dennis Koring beendet die Ausbildung zum Tischler in der beruflichen Bildung der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof. Er wirbt für seinen Beruf, in dem noch Ausbildungsplätze frei sind.

Wenn man sich in seinen eigenen vier Wänden umschaut werden fast alle Produkte aus Holz entdecken. Sei es ein schwerer Eichentisch im Esszimmer, das zwanzig Jahre alte Bettgestell welches noch genau so stabil ist wie am ersten Tag oder der Schreibtisch, welcher schon über Generationen Teil der Familie ist. Die Aufzählung ist nicht vollständig und lässt sich fast unbegrenzt erweitern. Holz ist ein langlebiger, vielseitiger und besonderer Werkstoff. Sich vorzustellen wie aus einem kleinen Setzling in vielen Jahren ein stattlicher Baum wird und später daraus ein Möbelstück für die Ewigkeit, dass beeindruckt und begeistert zugleich.

Das wissen und spüren nicht zuletzt auch die Auszubildenden der Beruflichen Bildung der Evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof, die im Büttemeyer Hof in Isenstedt ihre Ausbildung zum Fachpraktiker oder zur Fachpraktiker für Holzbearbeitung oder zum Tischler machen.
Dennis Koring war für drei Jahre einer dieser Auszubilden. Nun hält er seinen Gesellenbrief als Tischler in der Hand und hat schon in den ersten Tagen mehrere Bewerbungsgespräche mit potenziellen Arbeitgebern geführt. Das er und sein Beruf gebraucht wird freut ihn sichtlich.
Dennis ist stolz etwas „durchgezogen“ zu haben und blickt nun nach vorne auf abwechslungsreiche Arbeit. „Holz als lebendiger Werkstoff begeistert mich nach wie vor. Man kann am Ende eines Arbeitstages sehen was man mit den eigenen Händen geschafft hat.“, sagt er überzeugend und möchte damit auch andere junge Menschen für die Ausbildung begeistern. Er ergänzt, dass das Handwerk dringend Nachwuchs braucht und man auf eine sichere und gute berufliche Zukunft blickt. Seine Ausbildung wurde vom Amt pro Arbeit/Jobcenter des Kreises Minden-Lübbecke gefördert. „Ich habe mich hier in jeder Hinsicht weiterentwickelt“, sagt er. Praktisch begleitet wurde er dabei von Ausbilder und Tischlermeister Frank Diekmann, welche seine Freunde mit den Worten untermauert: „Ich freue mich sehr für Dennis. Er kann jetzt sein theoretisches Wissen und seine handwerklichen Fähigkeiten in die berufliche Praxis einbringen. Ich hoffe auf neue Auszubildende bei uns, welche Spaß an einem wunderbaren Beruf haben. Die Zuweisung erfolgt über das Amt Pro Arbeit/Jobcenter.“ Bereichsleiterin Marion Fricke und Sozialarbeiter Diakon Michael Biesewinkel unterstreichen diese Freude deutlich. Neben der Praxis im Büttemeyer Hof hat Junggeselle Dennis Koring Praxisphasen in Kooperationsbetrieben absolviert, die Berufsschule in Lübbecke besucht und Stütz- und Förderunterricht erhalten.

Auch wenn an der einen Stelle nun auf neue Auszubildende gewartet wird, so kann man im Büttemeyer Hof dennoch die Maschinen sehr weit hören. Denn für neun junge Menschen läuft aktuell die Ausbildung zum bzw. zur Fachpraktiker/in für Holzbearbeitung weiter. Hierbei handelt es sich um eine theoriereduzierte Berufsausbildung, deren Ausbildungsinhalten sich am Ausbildungsrahmenplan der Tischler orientiert. Bei guten Noten ist unter bestimmten Umständen nach 2 Jahren dann eine Aufstockung zum bzw. zur Tischler/in möglich. Maßnahmestart ist Mitte August und die Zuweisung erfolgt hier über die Agentur für Arbeit und die dortigen Rehabilitationsberater/innen.

Über die weiteren vielfältigen Angebote der Beruflichen Bildung des Ludwig-Steil-Hofs kann man sich jederzeit unter www.ludwig-steil-hof-berufsbildung.de informieren.

Quelle und Foto: LSH