Engere Zusammenarbeit stärkt häusliche Pflege
Minden-Lübbecke -

(v.l.) Klaus Marschall (Kreis Minden-Lübbecke), Katja Ewers (Kreis Minden-Lübbecke), Sozialamtsleiter Andreas Hilgendorf (Kreis Minden-Lübbecke), Helga Reinisch (Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz OWL), Sonja Bergenthal (Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz OWL), Heike Redeker (Kreis Minden-Lübbecke).
Wenn es um Pflege zuhause geht, gibt es zahlreiche Angebote im gesamten Kreisgebiet. Jetzt haben das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz OWL und das Sozialamt des Kreises Minden-Lübbecke ambulante Pflegedienste und Anbieterinnen und Anbieter von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (auch als Entlastungs- und Betreuungsangebote bekannt) zu einem ersten Vernetzungstreffen eingeladen. 30 Teilnehmende aus dem gesamten Kreisgebiet sprachen im Kreishaus in Minden über Möglichkeiten zukünftiger Zusammenarbeit. Das nächste Treffen soll im November sein, weitere sollen folgen.
Wenn sich ambulante Pflegedienste und die weiteren Angebote zur Unterstützung im Alltag besser kennen lernen, können sie sich ergänzen und wechselseitig voneinander profitieren. Vernetzung wird aber auch benötigt, weil die vorhandenen Ressourcen immer häufiger an ihre Grenzen stoßen. Durch Kooperationen können neue Kräfte und Möglichkeiten erwachsen – das stärkt die häusliche Pflege und sichert die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen. Dies sind die erklärten Ziele der Vernetzung und ebenso der kommunalen Pflegeplanung des Kreises.
Landesregierung und Pflegekassen in Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam die Initiative ergriffen, um die häusliche Versorgungssituation von Menschen mit Pflegebedarf ebenso zu verbessern wie die ihrer pflegenden Angehörigen. Hierzu haben sie landesweit zwölf Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz eingerichtet. Angebote zur Unterstützung im Alltag richten sich an pflegebedürftige Menschen der Pflegegrade 1 bis 5. Die Angebote beinhalten Einzel- und Gruppenbetreuungen sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten und weitere individuelle Hilfen wie zum Beispiel Begleitung zum Arzt oder zum Einkaufen. Für alle Pflegebedürftigen, die diese Angebote in Anspruch nehmen möchten, gibt es monatlich einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro von der Pflegekasse. Informationen zum Entlastungsbetrag und seiner Verwendung sind auch kostenlos in den Zentren für Pflegeberatung in Bad Oeynhausen, Espelkamp und Minden erhältlich (Tel.: 0571-80722807). Damit die Entlastungs- und Betreuungsangebote ihre Leistungen mit den Pflegekassen abrechnen können, benötigen sie eine Anerkennung vom Kreis Minden-Lübbecke. Aktuell gibt es im Kreis 59 anerkannte Angebote.