Freundeskreis unterstützt das Krankenhaus Lübbecke
Lübbecke -

Die Vorstandsmitglieder nach der Wahl im Jahr 2019 von links nach rechts: Ute Büsching, Renate Golcher, Michael Hafner, Ursula Kühn, Karin von Behren-Rolfs, Elke Weymann, Dr. Axel Gärtner und Ingeborg Renz hoffen, dass im Mai dieses Jahres endlich einmal wieder eine Mitgliederversammlung stattfindet, bei der auch die Neuwahl des Vorstands ansteht. Foto: privat
Die aktuelle Lage machte es dem Freundeskreis Krankenhaus Lübbecke e.V. leider nicht möglich, die im Februar angesetzte Mitgliederversammlung durchzuführen. In der Hoffnung, dass sich die Situation bis Mai wieder entspannt, ist die Mitgliederversammlung inklusive neuer Vorstandswahlen des Freundeskreises Krankenhauses Lübbecke für Montag, 30. Mai, um 19 Uhr geplant. Eine Einladung mit der Tagesordnung wird an die etwa 580 Mitglieder dazu rechtszeitig erfolgen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn es endlich wieder möglich wäre, unsere Mitglieder persönlich über die bisherige erfolgreiche Arbeit des Freundeskreises für das Krankenhaus Lübbecke zu informieren und einen Ausblick über geplante neue Projekte im Jahr 2022 geben zu können“, erklärt Ingeborg Renz, Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises Krankenhaus Lübbecke e.V.
Ingeborg Renz freut sich darüber, was der Freundeskreis trotz der schwierigen Bedingungen alles auf den Weg gebracht hat. Ein Wunsch des Krankenhauses Lübbecke war es schon lange, den Patientinnen und Patienten die Möglichkeit zu bieten, dem Sonntagsgottesdienst auch vom Krankenbett aus folgen zu können. Der Freundeskreis Krankenhaus Lübbecke e.V. machte es möglich und unterstützte mit einer Spende von 2.850 Euro die Einrichtung eines Fernsehkanals, so dass seither die Gottesdienste über einen eigenen Fernsehkanal direkt in die jeweiligen Krankenzimmer übertragen werden können.
Darüber hinaus finanzierte der Freundeskreis die virtuelle Kreißsaalführung mit einem 3-D-Rundgang und ermöglicht werdenden Eltern so, sich auch entspannt von Zuhause einen ersten Eindruck von den Gegebenheiten im Lübbecker Kreißsaal zu machen.
Weitere Unterstützung in Höhe von etwa 2.550 Euro gab es bei der Gestaltung des Aufenthaltsraumes auf der Intensivstation. „Für uns war es ein großes Anliegen, den Angehörigen von Patienten auf der Intensivstation ein schönes Umfeld zu bieten, in dem sie sich etwas ausruhen und neue Energie tanken können. Aus diesem Grund wurde die Summe in eine gemütliche Sitzecke, ansprechende Wandgestaltung, warme Beleuchtung und etwas Unterhaltung investiert“, so Renz weiter.
Darüber hinaus gingen weitere Spendengelder in Hilfsmittel wie spezielle Trinkbecher oder Beschäftigungsmaterial und die Elternschule. Mit einer großzügigen Spende der Sparkasse von 10.000 Euro können Mütter nach der Geburt eines Kindes mit einem „Plüschmond“ (Stillkissen) überrascht werden.
Aktuell beteiligt sich der Freundeskreis Krankenhaus Lübbecke e.V. finanziell an der Weiterentwicklung und Umsetzung der Projekte „Demenzsensibles Krankenhaus“ und „Klinik für Altersmedizin“. Dabei legt Pflegedirektorin Urte Abbate besonderen Wert auf den weiteren Ausbau der Kooperationen „Doppelt hilft besser bei Demenz“ und der Kooperation mit dem Demenznetzwerk. „Dass wir bereits viele Jahre vom Freundeskreis Krankenhaus Lübbecke e.V. finanziell unterstützt werden, ist für unser Krankenhaus sehr wertvoll und gibt uns den nötigen Spielraum, Dinge umzusetzen, die im System bisher nicht geplant sind. Beispielsweise sind für den Bereich „Demenz“. Anschaffungen wie spezielle, elektrische Betten für die Patienten*innen und unserem Personal für die Hilfestellung beim Ein- und Aussteigen oder Lagern der Patienten besonders hilfreich. Aber auch die Fortbildung des Personals bei diesem hochsensiblen Thema ist sehr wichtig“, sagt Urte Abbate. Ein Teil einer möglichen Spende möchte sie zudem in die Ausweitung der Patienten-Lotsen stecken. Sie begleiten demenzerkrankte Patienten vom Anfang bis zum Ende ihres Krankenhausaufenthaltes und beschäftigen sich auch bereits vorher mit den Menschen und deren Geschichte, um sie bestmöglich während ihres Aufenthaltes begleiten zu können.
Aber auch das Thema Geriatrie oder besser gesagt „Klinik für Altersmedizin“ wie es im Lübbecker Krankenhaus genannt wird, soll mehr an Bedeutung gewinnen. Der Fokus des Krankenhauses liegt bereits seit Jahren auf dem Bereich der Altersmedizin, da lag es auf der Hand, sich auch weiterhin in diesem Bereich stärker zu spezialisieren. „Derzeit haben wir eine Belegung von zehn Betten und sind damit aktuell ausgelastet. Am 10. Januar 2022 konnten wir mit Stolz unsere ersten beiden Patienten in der Klinik für Altersmedizin begrüßen“, so Mario Hartmann, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Seelische Gesundheit in Lübbecke und kommissarischer Geschäftsführer des Krankenhauses Lübbecke. Geplant ist bis Ende Juni 2022 die sukzessive Erhöhung auf 30 Betten. Da wäre eine finanzielle Unterstützung durch den Freundeskreis Krankenhaus e.V. in einigen Bereichen sehr willkommen. „Wenn man bedenkt, dass unsere älteren Patienten*innen nach einer Operation häufig bis zu 20 Tage bei uns bleiben, bis sie wieder so stabil und fit für ihren Alltag zuhause sind, sind gewisse Hilfsmittel im Krankenhausablauf und zur Stabilisierung der älteren Patienten*innen und Patienten in der Altersmedizin sehr wichtig“, erklärt Hartmann. Dabei fängt es schon mit kleinen Dingen an – beispielsweise hilft zur Stabilität des Gangapparates bereits ein langer Teppich mit unterschiedlichen Stärken, rauen oder weichen Oberflächen oder verschiedenen Ebenen, um den Patienten*innen wieder an die Boden-Unebenheiten in ihrem Zuhause und auf der Straße zu gewöhnen. Auch ein an der Wand angebrachtes Übungsbrett zum Fühlen unterschiedlicher Materialien, Drücken von Knöpfen oder Klingeln, Öffnen und Schließen von Knöpfen oder Einfädeln von Fäden zur Förderung der Feinmotorik unterstützt die Patientinnen und Patienten dabei, sich im häuslichen Alltag wieder besser zurechtzufinden.
„Zudem sind passendes Mobiliar, wie höhenangepasste Stühle oder Tische, für die Speiseneinnahme im Speiseraum nach beispielsweise einer Hüft-Operation ebenfalls erforderlich“, so Hartmann.
Ein weiteres Anliegen der Vorstandsvorsitzenden Ingeborg Renz ist auch, die Probleme mit den fehlerhaften Bankeinzügen der Mitgliedsbeiträge dauerhaft zu verbessern. Mehr Informationen dazu erfahren die Mitglieder auf der Mitgliederversammlung am 30. Mai 2022, bei der Ingeborg Renz auf zahlreiche Teilnehmer hofft.