Für Inklusion und Teilhabe sensibilisieren
Lübbecke -

Hier sieht man einen Teil des Planungsteams für den diesjährigen Informationsstand in der Lübbecker Innenstadt (von links nach rechts): Thorsten Ladwig, Martin Schmidt, Vanessa Janzen und Benjamin Estermann. Nicht auf dem Bild: Hendrik Meier, Birthe Wischmeyer und Michael Biesewinkel.
Für Inklusion und Teilhabe sensibilisieren, die aktuellen Grenzen der betroffenen Menschen aufzeigen und diese praktisch für die Heimatstadt erweitern, das ist die Triebfeder der Mitglieder des Beirats für Inklusion und Teilhabe der Stadt Lübbecke. Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung plant der Beirat deshalb einen Aktions- und Informationsstand am 2. Mai in der Langen Straße an der Ecke zum Steinweg.
„Wir sind von 10:00 bis 13:00 Uhr anzutreffen und möchten nicht protestieren, sondern sensibilisieren“, erklärt der Beiratsvorsitzende Martin Schmidt. Verschiedene Mitmachaktionen sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen zu schärfen und so den Weg für gegenseitige Rücksichtnahme weiter zu ebnen. Warum lohnt es sich, sich auf den Weg in die Stadt zu machen? Ein Rollstuhlparcours lädt dazu ein, die Lübbecker Innenstadt aus Sicht eines Rollstuhlfahrenden zu erkunden und ganz nebenbei die alltäglichen Herausforderungen dabei einmal selbst zu erleben.
Es liegen auch Simulationsbrillen für verschiedene Sehbeeinträchtigungen und Langstöcke bereit, um bei Interesse einmal in den Alltag der Menschen einzutauchen, deren Sehsinn eingeschränkt oder gar nicht funktioniert. Zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit, sich einigen feinmotorischen Herausforderungen zu stellen. Es wird dabei besonders an die Menschen mit Multiple Sklerose gedacht, die durch taube Finger nicht selten feinmotorische Einschränkungen haben. Raum für Gespräche und Begegnungen gibt es dabei natürlich auch, denn Inklusion und Teilhabe lebt auch vom gegenseitigen Dialog.