Klus-Verein bekommt Stemweder Heimat-Preis
Stemwede -

Freuten sich über die Anerkennung und Wertschätzung: Hans-Jürgen Lüker (2.v.li) und Hans-Wilhelm Henke (re.) vom Oppenweher Klusverein, zusammen mit dem Ausschussvorsitzendem Dierk Müller-Nolting (li.) und Bürgermeister Kai Abruszat.
Der Verein Oppenweher Klus bekommt den Heimat-Preis 2021. Die Gemeinde Stemwede würdigt damit den Einsatz des Vereins für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Ort. Der Gemeinderat hatte in der letzten Sitzung des Jahres über den Preisträger entschieden. Die Trophäe und Urkunde überreichte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat nun gemeinsam mit Dierk Müller-Nolting, dem Vorsitzenden des für Heimatpflege zuständigen Ausschusses. Auch das Land NRW honoriert das ehrenamtliche Engagement und fördert den Preis mit insgesamt 5.000 Euro.
Der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Lüker und Vereinsmitglied Hans-Wilhelm Henke waren sichtlich überrascht, als ihnen der Bürgermeister die Höhe des Preisgeldes verriet. „Jetzt bin ich aber platt“, so Hans-Jürgen Lüker. Ein Verwendungszweck für das Geld werde sich aber finden lassen, schließlich sei ja immer etwas zu tun. Zusammen mit Hans-Wilhelm Henke berichtete Lüker anschließend ausführlich über die Arbeit des Oppenweher Vereins. Im Mittelpunkt stehe die Pflege und Betreuung der „Kleinen Klus“ im Klusgarten an der Oppenweher Straße. Der Verein hatte die kleine Fachwerkkapelle, als 1:2-Nachbau der alten Oppenweher Klus, 2003 zum 775-jährigen Dorfjubiläum errichtet und ein Jahr später im Klusgarten aufgestellt. In den Sommermonaten steht sie Besucherinnen und Besuchern zur Besichtigung offen. Im Zusammenspiel mit der gut 400 Jahre alten und unter Naturschutz stehenden Linde und dem Grabdenkmal, ist der heutige Klusgarten auch für Touristen ein Anziehungspunkt.
Dierk Müller-Nolting fügte hinzu, dass es besonders positiv sei, dass der Verein, mit seiner Gründung im Jahr 2003, ein wiederbelebendes Signal eines bedeutenden Stücks Dorfhistorie gesetzt hätte und dieses bis heute aufrechterhält. Zudem würden die verschiedenen Veranstaltungen, wie beispielsweise Open-Air-Gottesdienste, der „Advent an der Klus“ oder auch Pflanzaktionen, dazu beitragen, dass das Dorfleben gestärkt und belebt wird. „Ich sehe im Klusgarten ein wirklich Identitätsstiftendes Element für die Dorfgemeinschaft“, so Bürgermeister Abruszat.
Die Mitglieder des Gemeinderates seien sich einig gewesen, dass der Verein die Heimat-Preis-Voraussetzungen zur Pflege und zum Erhalt von Bräuchen und Traditionen erfüllt. Der Heimat-Preis ist Teil des landeseigenen Förderprogrammes „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ Damit wertschätzt die Landesregierung das Engagement der Menschen, die ihre Heimat jeden Tag, im Großen wie im Kleinen, gestalten.