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Konfirmationsunterricht in neue Hände gelegt

Lübbecke -

Einen digitalen Abschiedsgottesdienst konnte sich Pfarrer Klaus Dieter Obach, heute im Ruhestand, nicht vorstellen. Eine kleine Abschiedsfeier von der Schule am Buschkamp fand dann auch analog und in kleinem Kreise mit dem Lehrerkollegium statt.

Pfarrer im Ruhestand Klaus Dieter Obach nimmt Abschied von seiner Tätigkeit für die Schule am Buschkamp, von deren Schülern er seit 2001 unsgesamt 109 konfirmiert hat. Seine Nachfolgerin wird Pfarrerin Hilke Vollert aus Preußisch Oldendorf. - Foto: LSH/Kapries

Einen digitalen Abschiedsgottesdienst konnte sich Pfarrer Klaus Dieter Obach, heute im Ruhestand, nicht vorstellen. Eine kleine Abschiedsfeier von der Schule am Buschkamp fand dann auch analog und in kleinem Kreise mit dem Lehrerkollegium statt. Die Schule für Lernende mit besonderem Förderbedarf wird von der evangelischen Sitftung Ludwig-Steil-Hof in Espelkamp getragen.

„Ich wünsche mir eine Kirche, die eine Sprache spricht, die den Menschen wohltut und sie wertschätzt und sich nicht über sie stellt", erläutert Obach sein Anliegen.

Im Mai 2001 hatte er die Konfirmationen der dort unterrichteten Schülerinnen und Schüler aus der Hand des inzwischen verstorbenen Pfarrers Wilhelm Dullweber übernommen und seitdem für sie 17 Konfirmationen geleitet, in denen er insgesamt 109 von ihnen konfirmierte. Obach bekam als Dank und Erinnerung eine Chronik dieser Zeit in Buchform überreicht.

Seit 2001 unterstützte ihn die Lehrerin Barbara Beining im Konfirmationsunterricht sowie bei der Vorbereitung und Durchführung der Feier. Seit 2008 vervollständigt Monika Lücking das Team. Den Lehrerinnen sind die Kinder vertraut und sie wissen, was diese können und wo sie Unterstützung benötigen. Dabei ist die Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit der Lernenden wichtig. Ein bedeutender Bestandteil des Unterrichts ist das Erleben von Gemeinschaft und die Pflege eines guten Gesprächsklimas, so dass die Kinder sich trauen, eigene Themen anzusprechen.

Verschiedene Themen werden im Unterricht anschaulich behandelt, wie zum Beispiel die Schöpfungsgeschichte, die Hauptfeste im Kirchenjahr, das Leben Jesu, die biblische Geschichte, die durch Nachspielen und Rollenspiele, aber auch durch Filme nachempfunden wird. Das "Vaterunser" wird mit Gesten begleitet. Die Kinder besichtigen die Alsweder Kirche, schauen auf dem Friedhof Grabsteine an und kommen so ganz schnell zu Gesprächen über den Tod. Sie sprechen über Taufe, Abendmahl und Konfirmation und lernen Lieder und und Gebete, sowie die Liturgie des Gottesdienstes.

"Die Kinder freuen sich auf die Konfirmation, legen Wert auf festliche Kleidung und es zu spüren, dass für sie ihre Konfirmation etwas Besonderes ist. Sie stehen im Mittelpunkt und genießen diesen für die wichtigen Tag", erläutert Barbara Beining aus eigner Erfahrung. Auch nach Jahren können sich die Schüler immer noch an ihre Konfirmation und ihren Konfirmationsort erinnern und kennen noch den Namen von Pfarrer Obach. Alle Konfirmationen fanden in feierlichen Gottesdiensten in verschiedenen Kirchengemeinden des Altkreises statt. Coronabedingt mussten sie im vergangenen Jahr vom Frühjahr auf den Herbst verschoben werden und konnten nur ohne das gemeinsame Kaffeetrinken stattfinden.

Die Vorbereitung auf die Konfirmation übernimmt in Zusammenarbeit mit den bewährten Lehrerinnen der Schule am Buschkamp ab jetzt Pfarrerin Hilke Vollert. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Bäcker ist sie für die Kirchengemeinden Bad Holzhausen und Börninghausen zuständig, wo sie auch den Konfirmandenunterricht leitet. Als Seelsorgerin ist sie Ansprechpartnerin für die Belange der Kirchengemeinde Börninghausen und die Zusammenarbeit mit Vereinen und öffentlichen Einrichtungen.

(Quelle: Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof)