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Netzwerk Kinderschutz im Kreis Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke -

20260311 hallo minden kreis

Foto v.l.n.r. : Kim Wiese, Deborah Kreimeier, Isabel Rolfsmeier und Martina Dietrich

Das Netzwerk Kinderschutz besteht im Kreis Minden-Lübbecke nun bereits seit zwei Jahren. Gemeinsam mit den Jugendämtern der Städte Minden, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und dem Kreisjugendamt soll das Netzwerk und das Thema Kinderschutz stärker in der Öffentlichkeit thematisiert werden.

Ziel ist es, Aufmerksamkeit für den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu schaffen und das Engagement der beteiligten Fachkräfte sichtbar zu machen. Im Netzwerk arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Unter anderem aus: Der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Gesundheitswesen, Polizei/Justiz/Staatsanwaltschaft, Eingliederungshilfen, Fachberatungsstellen, Ehrenamt/Kinder- und Jugendförderung sowie Kita. Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Kindeswohlgefährdungen frühzeitig zu erkennen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Kooperation zu stärken und Kinder sowie Jugendliche bestmöglich zu schützen. In Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdungen sollen die unterschiedlichen Handlungsfelder (Berufsgruppen) den Schutzauftrag wahrnehmen und kooperativ Handlungsschritte einleiten, um ein Kind bestmöglich vor Gefahren zu schützen.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Netzwerkarbeit liegt auf dem fachlichen Austausch und der Qualifizierung. Regelmäßig werden Fortbildungen angeboten, die praxisnah sind und aktuelle Themen des Kinderschutzes aufgreifen. Sie geben den Fachkräften Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen und schaffen Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Unterstützung. Zudem werden im Netzwerk Projekte angestoßen und Standards zur Stärkung der Handlungssicherheit im Kinderschutz weiterentwickelt. Die Fortbildungen werden Fachkräften sehr gut angenommen und sind oft vollständig ausgebucht.

„Nach zwei Jahren zeigt sich deutlich, wie wertvoll diese Struktur für den Kreis Minden-Lübbecke ist. Die Vernetzung ist enger geworden, das gegenseitige Vertrauen zwischen den Institutionen hat sich vertieft und Kinderschutz wird stärker als gemeinsame Aufgabe verstanden. Besonders hervorzuheben ist das hohe Engagement der Beteiligten, die sich mit großer Motivation und Fachlichkeit in das Netzwerk einbringen. Auffällig ist vor allem der Kreis Minden-Lübbecke, in dem sich im Vergleich zu anderen Kreisen oder Städten besonders viele Kolleg*innen engagieren.“, sagen die Netzwerkkoordinatorinnen und ergänzen weiter: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eine der wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, da sie als besonders schutzbedürftige Mitglieder unserer Gesellschaft auf verlässliche Strukturen, achtsames Handeln und gemeinsames Engagement angewiesen sind“.

Der Mehrwert des Netzwerkes liegt in einer erhöhten Transparenz der Handlungsketten im Kinderschutz, einem besseren Verständnis der jeweiligen Zuständigkeiten und Abläufe, einer größeren Handlungssicherheit für Fachkräfte sowie in einem verbesserten Ineinandergreifen der verschiedenen Zuständigkeiten und dem Verständnis von Kinderschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der rechtliche Rahmen der Netzwerkarbeit basiert auf § 9 des Landeskinderschutzgesetzes NRW und umfasst den gesetzlichen Auftrag zur Vernetzung aller relevanten Akteure sowie zur Stärkung von Kooperation und fachlichem Austausch. Weitere Informationen unter: Netzwerk Kinderschutz – Gemeinsam für die Sicherheit unserer Kinder

Ansprechpartnerinnen Netzwerkkoordination Kinderschutz im Kreis Minden-Lübbecke:
Kreis Minden-Lübbecke: Isabel Rolfsmeier, Tel.: 0571 807 25340, E-Mail: i.rolfsmeier@minden-luebbecke.de

Stadt Minden: Kim Wiese, Tel.: 0571 895242, E-Mail: k.wiese@minden.de

Stadt Porta Westfalica: Martina Dietrich, Tel.: 0571 791 302, E-Mail: martina.dietrich@portawestfalica.de

Stadt Bad Oeynhausen: Deborah Kreismeier, Tel.: 05731 144 117, E-Mail: d.kreimeier@badoeynhausen.de

Quelle und Foto: Kreis Minden-Lübbecke