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OWL Kammerphilharmonie tritt erstmalig in Lübbecker Stadthalle auf

Lübbecke -

Mit zu Herzen gehenden und zugleich virtuosen Stücken für Streichorchester präsentiert sich die vor wenigen Jahren neu gegründete OWL Kammerphilharmonie ihrem Publikum in der Lübbecker Stadthalle.

Mit zu Herzen gehenden und zugleich virtuosen Stücken für Streichorchester präsentiert sich die vor wenigen Jahren neu gegründete OWL Kammerphilharmonie ihrem Publikum in der Lübbecker Stadthalle.

Die OWL Kammerphilharmonie ist ein professionelles Kammerorchester, das sich neben bekannten und herausfordernden Stücken des Standardrepertoires auch weniger häufig gespielten Werken widmet. Auf dem Programm des Lübbecker Konzerts steht neben Edvard Griegs populärer „Holberg-Suite“ das ergreifende Adagio von Samuel Barber sowie das selten gespielte, aber wunderschöne Konzert Nr. 2 für Kontrabass und Orchester von Giovanni Bottesini. Als Krönung des Abends erklingt Bela Bartoks brillantes und zugleich unterhaltendes „Divertimento für Streichorchester“.

Edvard Griegs Suite „Aus Holbergs Zeit“ steht am Beginn des Konzertabends. Alte musikalische Formen und Modelle werden vom norwegischen Komponisten hier zitiert. Doch die musikalische Sprache ist durchweg reinster und schönster Grieg. Dann ist das bewegende Adagio des amerikanischen Komponisten Samuel Barber zu hören, dass ursprünglich Teil eines Streichquartetts war, aber erst in der Fassung für große Streicherbesetzung zu einem der populärsten Stücke des 20. Jahrhunderts aufstieg.

Das Programm wird fortgesetzt mit dem 2. Konzert für Kontrabass und Orchester des italienischen Romantikers Giovanni Bottesini. Der 1821 Geborene galt zu seiner Zeit als Paganini des Kontrabasses. Er komponierte zahlreiche Opern und dirigierte die Uraufführung von Giuseppe Verdis „Aida“, was ihm den meisten Nachruhm einbrachte. Gespielt wird Bottesinis kleines Meisterwerk von Stanislau Anishchanka, der Solobassist des WDR-Sinfonieorchesters Köln ist und ebenfalls ein perfekter Beherrscher des Kontrabasses.

Virtuosität ist auch ein Kennzeichen von Bela Bartoks „Divertimento für Streichorchester“, das kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs entstand und doch viel Unbeschwertheit enthält. Vor allem aber ist es ein herausforderndes Werk, das die Fähigkeiten eines Orchesters in schönstem Licht zeigen kann. Mitreißende Rhythmik und tänzerische Leichtigkeit, aber auch Nachdenklichkeit zeichnen Bartoks Divertimento aus.

Dirigentin des Konzerts ist Naoko Grünberg-Sakai, die zugleich die künstlerische Leiterin der OWL Kammerphilharmonie ist. Die aus Japan stammende Dirigentin hat bei Karl-Heinz Bloemecke studiert und verschiedene Orchester dirigiert.

Vor dem Konzert findet eine Einführung statt: der Musikwissenschaftler Udo Stephan Köhne wird dabei die Werke und ihre Besonderheiten erklären.

Termin:

Stadthalle Lübbecke – Samstag, 9. Oktober 2021 um 20 Uhr

Konzerteinführung um 19.15 Uhr.

Programm:

Edvard Grieg: Aus Holbergs Zeit op. 40

Samuel Barber: Adagio for Strings

Giovanni Bottesini: Konzert für Kontrabass und Orchester Nr. 2 h-moll

Bela Bartok: Divertimento für Streichorchester

Quelle und Foto: OWL Kammerphilharmonie