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Skulpturensymposium am Schlosspark

Espelkamp -

Ende Juni fand zum ersten Mail ein Skulpturensymposium am Schlosspark statt. Besucher konnten fünf Künstlern über die Schultern schauen und haben erlebt, dass es harte und konzentrierte Arbeit bedeutet, um in nur drei Tagen Skulpturen in diesem Format zu erstellen

Ende Juni fand zum ersten Mail ein Skulpturensymposium am Schlosspark statt. Besucher konnten fünf Künstlern über die Schultern schauen und haben erlebt, dass es harte und konzentrierte Arbeit bedeutet, um in nur drei Tagen Skulpturen in diesem Format zu erstellen – z. B. Eichenstamm, 1,80 m hoch und ein Durchmesser von 60 cm.

Die Skulpturen können nun noch bis Ende Juli täglich im Park besucht werden.

Hier ein paar Gedanken von Angelika Gauselmann der Veranstalterin und Organisatorin des Symposiums:

Kunst erleben dürfen in Verbindung mit der Natur ist eine ganz wunderbare Erfahrung! Kunst befreit von Ängsten bringt mich in das Hier und Jetzt, löst mich von den Manipulationen die ständig von Medien oder anderen Personen auf mich einwirken. Kunst in der Natur heilt und macht bewusst wie viele Dinge so unwichtig sind.

Ende Juni fand zum ersten Mail ein Skulpturensymposium am Schlosspark statt. Besucher konnten fünf Künstlern über die Schultern schauen und haben erlebt, dass es harte und konzentrierte Arbeit bedeutet, um in nur drei Tagen Skulpturen in diesem Format zu erstellen

Kunst und Natur stärken meine Psyche und mein Immunsystem und stimmen mich positiv, egal ob das hier ist in meiner tatsächlichen Heimat oder im Süden bei meinen Kindern und Enkeln - auch das ist dann meine Heimat und bedeutet Glück und Zufriedenheit, doch die Verbindung zur Natur ist immer sehr wichtig für mich. Und wenn keine KUNST da ist, erlebe ich diese Stärkung auch beim Wandern und nehme Dinge wahr, die ich in meinem „normalen“ Alltag wahrscheinlich nicht mal registrieren würde.

Am letzten Juniwochenende konnte ich hier vor Ort am Schloss Benkhausen Künstler „erleben“: 5 Künstler erstellten ihr Werk bzw. ihre Skulptur: so zum Beispiel Sarah Hillebrecht aus Bremen: in voller Konzentration, fast meditativ hat sie innerhalb von drei Tagen 4500 Reißzwecken - goldene - in einen Ast geschlagen, den wir vorher hier bei uns im Wald ausgesucht haben, dieser Ast ist nun ein Goldbaum!

Ende Juni fand zum ersten Mail ein Skulpturensymposium am Schlosspark statt. Besucher konnten fünf Künstlern über die Schultern schauen und haben erlebt, dass es harte und konzentrierte Arbeit bedeutet, um in nur drei Tagen Skulpturen in diesem Format zu erstellen

Oder Gerd Mueller, Künstler aus Lübbecke hat mich ebenfalls sehr beeindruckt mit einer Kettensäge hat er innerhalb von zwei Tagen aus einem Eichenstamm 60 cm Durchmesser und 1,80 m hoch eine Skulptur erschaffen wie ich’s mir vorher nicht vorstellen konnte. Der Eichenstamm der zunächst zu einem recht rauen Objekt verwandelt wurde, dann mit einem Loch einen Durchblick erhielt und zum Schluss durch ganz intensives schleifen zu einer feinen sehr glatten Oberflächenstruktur gekommen ist, aber erst das Öl zeigt nun die Struktur des alten Eichenbaums.

Ein weiterer Eichenstamm wurde von dem Künstler Silvio Ukat bearbeitet, dieser Stamm war circa 50 cm im Durchmesser auch 1,80 m hoch und tatsächlich ist innerhalb von kürzester Zeit ein Rabe entstanden. Zunächst muss ich ehrlich gestehen war ich etwas skeptisch weil das nicht gerade so mein Geschmack ist: konkret dargestellt, bunt angemalt doch dann oh Wunder entstand tatsächlich ein Rabe. Am dritten Tag dann morgens stand plötzlich vor mir ein riesiger, schwarzer Rabe, der ein richtig schillerndes Gefieder hat.

Ende Juni fand zum ersten Mail ein Skulpturensymposium am Schlosspark statt. Besucher konnten fünf Künstlern über die Schultern schauen und haben erlebt, dass es harte und konzentrierte Arbeit bedeutet, um in nur drei Tagen Skulpturen in diesem Format zu erstellen

Auch die Arbeit von Hella Meyer-Alber hat sehr beeindruckt. Sie hat mit einem Thüsler Kalkstein gearbeitet, daraus ist ein Fisch entstanden - in aufwändiger, konzentrierte Arbeit zu einem Objekt verwandelt und nun eine perfekte Form zeigt.

Frau Meyer-Alber:
„Ein Kunstwerk, das man draußen, im Tageslicht betrachten, berühren und umrunden kann, hat eine unmittelbare Wirkung. Es wirkt natürlich, obwohl es Kunst ist.
Dieses Paradox fasziniert mich und treibt mich an auf der Suche nach perfekten Formen.“

Wichtig für mich zu erfahren mit welcher Konzentration so ein Werk entsteht: mühsam auf der einen Seite , andererseits die Möglichkeit schafft wirklich bei sich selbst zu sein - egal was drum rum gerade passiert.

Ende Juni fand zum ersten Mail ein Skulpturensymposium am Schlosspark statt. Besucher konnten fünf Künstlern über die Schultern schauen und haben erlebt, dass es harte und konzentrierte Arbeit bedeutet, um in nur drei Tagen Skulpturen in diesem Format zu erstellen

Wir alle wissen wie kritisch die Situation für unsere Wälder gerade ist oder auch längerfristig sein wird; wir haben bei uns gerade die Nester der Eichenprozessionsspinner entdeckt die kurzfristig beseitigt werden mussten und da kam die „Provokation“ von Wolfgang Steinberg aus Ahlen doch sehr gut an und macht alle denke ich mal sehr, sehr nachdenklich: Wolfgang Steinberg hat in diesem Jahr Rettungsringe erstellt die nun an einigen Bäumen befestigt worden sind und ermahnen sollen, dass wir achtsam mit unseren Bäumen und Wäldern umgehen!
Bei den Ringen handelt es sich um Drainagerohre, die mit Kokosfasern ummantelt wurden. Im klassischen Design rot/weiß nun am Waldrand in Benkhausen zu begutachten. „Kunst und Sturm“ ist ein Projekt in Benkhausen, welches lebt und sich weiterentwickelt, zu sehen auch an dem „weißen“ Baum vom letzten Jahr, der im Sturm „abgängig“ wurde, nun über dem Gestringer Bach liegt und liegen bleibt. Aber – auf diesem Stamm wachsen schon in diesem Sommer neue kleine Bäume.

Quelle und Fotos: Kunstschloss