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Sprit und Nerven sparen im Osterreiseverkehr

Lübbecke -

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Quelle: TNM

Wenn zu Ostern die große Reisewelle rollt, treffen volle Straßen auf aktuell hohe Spritpreise. Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das Stress – sowohl im Verkehr als auch an der Zapfsäule. Dabei lässt sich dieser mit der richtigen Vorbereitung spürbar reduzieren. Jochen Bösch, Leiter der TÜV NORD Station Lübbecke, erklärt, worauf es jetzt im Osterreiseverkehr ankommt.

Sprit sparen beginnt vor der Haustür

Wer die Urlaubskasse entlasten will, sollte bereits beim Packen ansetzen. „Jedes Kilo zählt. Schon 100 Kilogramm Zusatzgepäck steigern den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter auf 100 Kilometern“, rechnet Bösch vor. Besonders außen montierte Lasten machen sich bemerkbar: Dachgepäckträger erhöhen den Luftwiderstand erheblich – selbst ohne Ladung – und sollten am Zielort sofort entfernt werden.

Auch Wohnmobilisten können kräftig sparen, indem sie das Gesamtgewicht ihres mobilen Zuhauses minimieren. „Wasser- und Toilettentanks können erst am Urlaubsort vollständig gefüllt werden. Schwere Vorräte wie Konserven oder Glasflaschen kauft man ebenfalls besser vor Ort“, rät der TÜV-Experte. Wer langfristig Gewicht sparen will, setzt auf Campinggeschirr aus Leichtmaterialien wie Titan oder Bambus und wählt Aluminium- statt Stahlgasflaschen.

Boxenstopp und Kraftstoff-Check

Ein technischer Check vor der Langstrecke ist bares Geld wert. Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs. Auch bei der Wahl des Kraftstoffs lässt sich sparen: Der Biokraftstoff E10 ist für die meisten modernen Benziner freigegeben und oft etwas günstiger als Super E5. „Grundsätzlich sollte man die Freigabe beim Fahrzeughersteller prüfen“, sagt Jochen Bösch. Wer seine Tankstopps entsprechend plant, kann die Reisekosten zusätzlich senken. Abseits der Autobahn, etwa auf Autohöfen, sind die Preise oft niedriger und bei Fahrten ins Ausland kann sich der Blick auf die Preistafel der Tankstelle jenseits der Grenze lohnen. Die Spritpreise in Europa variieren stark, wobei Deutschland im oberen Mittelfeld liegt.

Gegen die „Aggressionsfalle“ im Cockpit

Trotz bester Planung lässt sich zäher Verkehr zu Ostern kaum vermeiden. Hier warnt der Stationsleiter vor einer psychologischen Falle: „Im Auto befinden wir uns in einer speziellen Situation: mitten in der Öffentlichkeit, aber zugleich in einem privaten Schutzraum. Diese Anonymität begünstigt das Ausleben von Aggressionen.“ Ob Rechtsüberholen oder das „Verschlafen“ der Ampelphase durch die Vorfahrenden – oft entladen sich Frustrationen hinterm Steuer heftiger als etwa an der Supermarktkasse. „Ein erstes Warnsignal sind feindselige Gedanken gegenüber anderen“, erklärt Bösch. Um die Gelassenheit zu bewahren, empfiehlt der TÜV-Experte aus Lübbecke bewusste Selbstbeobachtung und einfache Tricks:

  • Vorbereitung: Zeitpuffer einplanen und Stoßzeiten meiden.
  • Entspannen: Musik oder Hörbücher helfen, Staus gelassener zu überstehen.
  • Ausreichende Pausen: Schon 20–30 Minuten Bewegung im Grünen können Stressreaktionen messbar senken.

„Wichtig ist, dass wir dem Ärger nicht das Steuer überlassen“, resümiert Jochen Bösch. Wer gut vorbereitet startet, vorausschauend und ruhig fährt, kommt nicht nur entspannter ans Ziel – sondern spart durch den gleichmäßigeren Fahrstil oft auch spürbar Kraftstoff und damit bares Geld.

Quelle: TÜV NORD Station Lübbecke