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'Stadtradeln 2024' - Gemeinsam auf das Rad

Lübbecke -

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Foto: IpF/Jan Weidner

Die lokalen Vereine bzw. Ortsgruppen ADFC Lübbecke, Initiative pro Fahrrad Lübbecke und LandFrauen Lübbecke sowie das Gehlenbecker Gartenbaugeschäft Wittemeyer laden alle Radinteressierten zur Auftaktfahrt im Rahmen des Stadtradelns 2024 ein. Dazu treffen sich alle Interessierten an Pfingstmontag, dem 20. Mai 2024 um 15 Uhr am Marktplatz und fahren in gemütlichem Tempo etwa eine Stunde quer durch die Stadt, zurück zum Markt. Die Initiatoren würden sich freuen, wenn anschließend noch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den örtlichen Cafés und Kneipen am Markt verweilen (auf eigene Rechnung), damit sich alle etwas kennenlernen können.

Die Fahrt ist als Promotion-Tour für das diesjährige Stadtradeln angelegt, das deutschlandweit vom Klima-Bündnis organisiert wird und im Kreis Minden-Lübbecke vom 20.05. bis 09.06.2024 stattfindet. In diesem dreiwöchigen Aktionszeitraum treten verschiedene Teams innerhalb der Kommunen in einen freundschaftlichen Wettstreit um die meisten auf Alltagswegstrecken geradelten Kilometer. Ob zur Arbeit, zum Sport, zum Einkaufen oder zur Verabredung: Jeder Kilometer zählt und kann entweder Online eingegeben oder automatisch per App gesammelt werden. Über die Website https://www.stadtradeln.de/luebbecke kann sich jeder anmelden und einem bestehenden Team zuordnen oder ein eigenes gründen. Alle Teilnehmenden an der Promo-Tour erradeln damit schon ihre ersten Kilometer für ihr jeweiliges Team.

Dass sich die vier Initiatoren für eine teamübergreifende Unterstützung des Stadtradelns in Lübbecke zusammengeschlossen haben, ergab sich aus dem Vorjahr. „Kurz vor Ende des Stadtradelns 2023 kam zwischen den führenden Teams die Idee auf, eine gemeinsame Abschlussfahrt oder -feier aller Teams zu veranstalten“ erzählt Jan Weidner, der Captain des Teams „Rudelradeln – IpF Lübbecke e.V.“. „Damals war es zu kurzfristig, aber in diesem Jahr haben wir eine Einstiegs- und eine Schlussveranstaltung gemeinsam geplant“ freut sich Weidner.

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Foto: IpF/Jan Weidner

Alle Initiatoren eint die positive Einstellung zum Radfahren. So auch Norbert Lohmeier vom ADFC Lübbecke. „Mir ist es wichtig, möglichst viele Menschen für das Radfahren zu begeistern, und zwar nicht nur am Sonntagnachmittag, sondern auch für Fahrten zum Einkaufen oder zur Arbeit“ betont er. An den Stadtradeln-Aktionen der letzten Jahre habe ihm vor allem die Geselligkeit gefallen, die durch den gemeinsamen Bezug auf den Wettbewerb entstanden sei.

Auch Jan Weidner berichtet, dass Stadtradeln für ihn ein Zeitraum sei, in dem man besonders merke, dass man nicht alleine sei. „Im letzten Jahr“ berichtet er, „gab es einen echt spannenden Zweikampf zwischen dem „Gehlenbeck Team Wittemeyer“ und unserem Team „Rudelradeln“ der Initiative pro Fahrrad. Zeitweise wechselte die Führung täglich“ erinnert sich Weidner amüsiert. „Der Wettbewerb fördert die Bereitschaft, aufs Rad zu steigen“ ist Weidner überzeugt, „und das ist sowohl für das Klima als auch die Gesundheit ein Gewinn.“ Zudem weist er darauf hin, dass das Stadtradeln auch einen langfristigen Nutzen für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur haben kann, denn die „die über die App gesammelten Kilometer und Wege können für die Forschung und die Planung neuer Radwege genutzt werden“.

Die Landfrauen haben selbst kein Team gemeldet, fördern aber schon seit Jahren das Radfahren durch die kostenlose Ausleihe der „Überlandräder“ – drei E-Lastenräder, die über die Website https://www.ueberlandrad.de/ in Stockhausen, Gehlenbeck oder Nettelstedt entliehen werden können. „Damit bieten wir interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, E-Lastenräder zu testen und mehr Fahrten klimaschonender zu absolvieren“ erläutert Doris Fleer, Sprecherin der Lübbecker Landfrauen den Hintergrund für das Engagement des Vereins beim Stadtradeln.

Melanie Wittemeyer dagegen meldet schon seit Jahren jährlich ein Team an. „Mir gefällt vor allem, dass sehr unterschiedliche Leute mitfahren und mit wie viel Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn die Teammitglieder auf dem Rad unterwegs sind, auch wenn man sich nicht einmal kennt“ berichtet sie von ihren Erfahrungen aus den Vorjahren. „Es sollten noch viel mehr Menschen mitmachen“ ergänzt sie, „aber das Stadtradeln ist leider immer noch zu wenig bekannt“ ist sie überzeugt. Das sieht auch Jan Weidner so und vermutet: „Die meisten wissen z.B. gar nicht, dass zum Stadtradeln auch der Wettbewerb ‚Schulradeln‘ gehört. Hier treten die Schulen noch einmal gesondert gegeneinander an“ erläutert er. Gesucht werden die „Fahrradaktivste Grundschule“, die „Fahrradaktivste Schule“ und die „Beste Schulaktion zum Thema Radfahren“ in ganz Nordrhein-Westfalen. Um diesen Wettbewerb bekannt zu machen, haben die vier Initiatoren alle Lübbecker Schulen angeschrieben und würden sich freuen, das ein oder andere Team beim Schulradeln zu entdecken.

Für den letzten Tag des Stadtradelns ist eine kombinierte Radtour (lange Strecke sowie Friends- und Family-Tour) geplant mit Endpunkt Freibadpark. Dort soll dann eine Feier mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglichst aller Lübbecker Teams des Stadtradelns den krönenden Abschluss 2024 setzen. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Quelle: Initiative pro Fahrrad Lübbecke,