Verwaltung bittet um Meldungen
Stemwede -
Mit Blick auf die stetig steigende Zahl von Geflüchteten, wünscht sich die Gemeinde Stemwede, dass sich alle Menschen aus der Ukraine auch offiziell bei der Verwaltung melden. „Viele Menschen aus der Ukraine kommen auf privatem Wege nach Deutschland und leben hier bei Freunden und Verwandten“, so Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. Um wie viele Personen es sich konkret handelt, kann die Gemeinde aber nicht sagen. „Wir schätzen, dass sich bisher gerade Mal 30 Prozent der sich tatsächlich in der Gemeinde aufhaltenden Menschen aus der Ukraine, auch in der Verwaltung gemeldet haben“, so Abruszat. „Wir müssen den Überblick behalten, wie viele Menschen tatsächlich in Stemwede sind. Zum anderen erleichtert es uns aber auch künftige Verwaltungsprozesse in erheblichem Maße“, erklärt der Verwaltungschef.
Bis Anfang der Woche haben sich rund 140 Geflüchtete bei der Gemeinde einwohnerrechtlich registriert. Hauptsächlich diejenigen, die der Kommune von der Bezirksregierung Arnsberg offiziell zugeteilt wurden. Von den 140 Personen seien weit mehr als ein Drittel minderjährig. „Aktuell sind uns 36 schulpflichtige Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 16 gemeldet sowie 19 Kinder im Kleinkind- bzw. Kindergartenalter“, so der Bürgermeister. Weitere Familien sind bereits angekündigt.
An den Stemweder Schulen werden schon seit gut zwei Wochen die ersten Schülerinnen und Schüler unterrichtet. „Noch können unsere Schulen die zusätzlichen Schülerinnen und Schüler aufnehmen“, versichert der Verwaltungschef. Bei den Kindergartenkindern ist die Situation hingegen etwas angespannter. Schon ohne die zusätzlichen Kinder aus der Ukraine fehlen der Gemeinde Stemwede voraussichtlich 37 Kindergartenplätze – diese Lücke präsentierte zumindest das Kreisjugendamt in der jüngsten Sitzung des Stemweder Ausschusses für Bildung, Jungend und Senioren für das anstehende Kindergartenjahr. „Und dass, trotz der vielen Anstrengungen und Investitionen, die die Gemeinde in den letzten Jahren für neue Kita-Plätze unternommen und getätigt hat“, betont Abruszat. „Ich gehe jedoch fest davon aus, dass der Kreis Minden-Lübbecke, als zuständige Behörde, seine Bedarfsplanung bereits anpasst und entsprechend notwendige Schritte einleitet.“
In Sachen Hilfsbereitschaft wiederholt der Verwaltungschef abermals sein Kompliment an die Stemwederinnen und Stemweder. „Aus der Bevölkerung gibt es eine tolle Unterstützung. Allein die vielen, freiwilligen Wohnungsangebote für Ukrainerinnen und Ukrainer beeindrucken mich“, so der Bürgermeister. Aufgrund der aktuellen Ankunftszahlen von Menschen aus der Ukraine, müssten momentan noch längst nicht alle dieser Wohnraum-Angebote in Anspruch genommen werden. „Wir haben aber jede Meldung aus Stemwede auf dem Schirm, werden auch persönlich den Kontakt suchen und die Angebote in Anspruch nehmen, sobald es notwendig wird“, erklärt Abruszat. Der Zustrom von Geflüchteten werde auch in Stemwede noch nicht abreißen.