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Wertschätzung und Ehrenamt

Minden-Lübbecke -

Ungefähr zur Halbzeit zieht das Bundesmodellprojekt rehapro-BEA eine positive Zwischenbilanz. Am 1. Dezember 2019 startete BEA – das steht für Beraten, Ermutigen und Assistieren. Mit dem Modellprojekt werden innovative Ansätze zur Stärkung der Rehabilitation erprobt. Das Projekt wird im Kreis Minden-Lübbecke durch das Amt proArbeit Jobcenter umgesetzt.

Ungefähr zur Halbzeit zieht das Bundesmodellprojekt rehapro-BEA eine positive Zwischenbilanz. Am 1. Dezember 2019 startete BEA – das steht für Beraten, Ermutigen und Assistieren. Mit dem Modellprojekt werden innovative Ansätze zur Stärkung der Rehabilitation erprobt. Das Projekt wird im Kreis Minden-Lübbecke durch das Amt proArbeit Jobcenter umgesetzt.

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c.dunker@luebbecke.de

Das Projekt hilft Menschen mit psychischen oder Suchterkrankungen im Leistungsbezug (Arbeitslosengeld II). Für sie ist eine Vermittlung in Arbeit aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation oft schwierig. Während ihrer einjährigen Teilnahme soll sich die Lebensqualität der Betroffenen individuell verbessern. Dies kann zum Beispiel die Bereiche Gesundheit, Wohnen oder soziale Beziehungen betreffen. Mit dieser gesundheitlichen Stabilisierung soll langfristig die Erwerbsfähigkeit wiederhergestellt werden.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind dabei die externen BEA-Begleitungen: Sie haben selbst eine Sucht- oder psychische Erkrankung überwunden und wollen den Teilnehmenden ein Vorbild und hilfreiche Begleitung sein. Eine aktive BEA-Begleitung erzählt, was sie zum Mitmachen motiviert hat: Sie wollte nach ihrer eigenen psychiatrischen Behandlung anderen Menschen aufgrund ihrer Erfahrungen helfen, die „so ähnlich unterwegs sind. Da wusste ich, ohne dass ich ein Zeugnis dafür hatte, dass ich das kann.“

Gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Jobcenters unterstützen die ehrenamtlichen BEA-Begleitungen den Weg der Veränderung – stets auf Augenhöhe und kundenorientiert. Auf diese Weise sollen im Kreis Minden-Lübbecke bis zu 67 Teilnehmende pro Jahr im Projekt unterstützt werden. Die BEA-Begleitungen erhalten im Zuge ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit eine monatliche Aufwandsentschädigung – und erleben im Projekt oft eine große gegenseitige Wertschätzung, wie es eine interviewte BEA-Begleitung auf den Punkt bringt: „Wenn ich diese drei Klientinnen nicht hätte, würde mein Leben sehr viel ärmer sein.“

Derzeit werden weitere BEA-Begleitungen für die Durchführung des Projektes gesucht. Alle BEA-Begleitungen werden in fünftägigen Lehrgängen für ihre Aufgaben qualifiziert. Die nächsten Lehrgänge beginnen im April 2022.

Wer Interesse hat, das Projekt als BEA-Begleitung zu unterstützen, kann sich an den Projektkoordinator, David Bergmann, im Amt proArbeit Jobcenter (E-Mail: rehapro.bea@minden-luebbecke.de, Telefon: 05702-807 16714) wenden.

https://www.modellvorhaben-rehapro.de

Quelle: Kreis Minden-Lübbecke, Foto: Hallo Minden