Woche der Fußballkultur in Lübbecke mit hochkarätiger Besetzung
Lübbecke -

Der Jugendförderverein des FC Lübbecke präsentiert ab dem 24.11. das Nachfolgeprojekt der Fußballkulturellen Lesebühne. Die Besucher erwartet ein prominent besetzter Mix aus Film, Kabarett, Fotografie, politischer Bildung und Talk.

Die Eröffnung findet am 24.11. im Jazzkeller mit Kabarettist Frank Goosen statt. Er besucht Lübbecke mit seinem Programm „Spiel weiter“. Als ehemaliger Funktionär eines Profivereins und ebenso ehemaliger Jugendtrainer eines kleinen Stadtteilclubs blickt Frank Goosen auf die Absurditäten dieses närrischen Ballspiels, dass so voller großer Gefühle ist. Trauer und Extase, Enttäuschung und Hoffnung liegen selten so eng beieinander. Frank Goosen geht drängenden Fragen nach: War „auf Asche“ wirklich besser als heute auf Kunstrasen? Darf man gegen seine eigene Mannschaft tippen? Wie bekommt man eine Horde pubertierender C-Jugend. Kicker in der Kabine still? Und was ist eigentlich das Gegenteil von Abseits?

Am 26.11. besucht Journalist und Autor Ronny Blaschke zum Themenabend Ukraine Lübbecke.
An diesem Abend zeigt Provinzkultur zunächst den Film „The other chelsea“. Der Film lief 2012 auf der Berlinale im Wettbewerb „Perspektive Deutsches Kino.“
Regisseur Jacob Preuss zeigt in dieser Milieustudie das Leben in der Industrieregion Donbass anhand verschiedener Charaktere vor der Revolution 2014.
Nach Ende des Films knüpft Ronny Blaschke, Journalist, Autor und Referent für politische Bildung, mit einer Lesung aus seinem Buch „Machtspieler“ an den zuvor gezeigten Film an.
Er greift in seinem Buch, für das er in der Ukraine recherchiert hat, die Rolle der Ultras rivalisierender Vereine auf, die sich 2014 im Rahmen der Straßenkämpfe gegen das Regime verbündet haben. Später kämpften viele von ihnen im Osten gegen prorussische Separatisten. Etliche kehrten traumatisiert und radikalisiert zurück.

Ein besonderes Highlight der Woche der Fußballkultur ist die Ausstellung „Kunstschuss“, die eine Woche lang im Speicher am Burgmannshof gezeigt wird. Die Ausstellung zeigt bewegende Bilder aus der Welt des Fußballs von Fotograf Reinaldo Coddou.
Reinaldo Coddou wurde 1971 in Santiago de Chile geboren und wuchs in Bielefeld auf.
Er ist einer der beiden Mitbegründer der Zeitschrift für Fußballkultur „11 Freunde“.
Der heute in Berlin lebende und von dort arbeitende Fotodesigner hat diverse ausdrucksstarke Bildbände rund um die Welt des Fußballs veröffentlicht.
Für Provinzkultur kuratiert er eine Ausstellung mit 35 Bildern.
Der Betrachter erlebt in der Ausstellung eine Zeitreise zu besonderen Momenten von Welt- und Europameisterschaften.
Er erfährt Einblicke in Fankurven und Fankulturen und blickt hinter die Kulissen des Spiels.
Ein weiterer Fokus der Ausstellung liegt auf dem Schwerpunkt „Fußball in Südamerika“.
Die Ausstellung im Speicher wird gerahmt durch eine Film – und eine Leseecke.

Das Finale gestalten TV Kommentator Robby Hunke und der bekannte Ex-Profi-Fußballer Ansgar Brinkmann. Robby Hunke, der als #kommentatorinquarantäne die Pandemie via Twitter erträglicher machte und mit seinem Format viral ging, ist Deutschlands feinster Fußballkommentator und großer Fan ehrenamtlicher Fußballkulturformate.
Er ist in Lübbecke zu Gast und begrüßt zum lockeren, kongenialen Small-Talk den weißen Brasilianer Ansgar Brinkmann.
Beide kennen sich privat gut und sind sich nicht zu schade sowohl ironisch und bissig als auch kritisch-reflektiert auf die Welt des Fußballs zu blicken. Ansgar nimmt hier meinungsstark Bezug auf sein neuestes Buch „Die Straße holt sich den Fußball zurück.“
Beginnen wird der Abend nach kurzer Begrüßung mit einer Filmvorführung.
Provinzkultur zeigt den Film „Im Derby Dreieck“, der die rivalisierenden Vereine Arminia Bielefeld, Preußen Münster und den VFL Osnabrück in der Drittligasaison 2014/2015 aus unterschiedlichen Perspektiven verfolgt. Natürlich wird das Publikum in diesen lockeren Abend eingebunden. Für ein wunderbares Ambiente bei guten Getränken und Snacks ist in Barres Brauwelt gesorgt.
Alle weiteren Infos und Tickets gibt es unter www.provinzkultur.com.